Historie

Historie Elektroinnung Lüdenscheid

1920
16. Juni 1920: Gründung der Zwangsinnung für das Elektrotechniker und Elektroinstallations- Handwerk Lüdenscheid, mit 23 Gründungsbetrieben. Der Innungsbezirk umfasst die Stadt Lüdenscheid und Altena. Unter der Leitung des ersten Obermeisters, Herrn Wilhelm Hoffmeister, werden Ausschüsse für das Gesellen-, Herbergs- und Lehrlingswesen errichtet. Schriftliche Lehrverträge über mindestens 3 Jahre verbindlich festgeschrieben.

1921
Festschreibung von mindestens vier Lehrjahren und die Installation der zwingenden Zulassungsvoraussetzung, dass nur Lehrlinge mit gültigem Lehrvertrag zur Gesellenprüfung zugelassen werden können. Bei Nichteinhaltung dieser Festsetzungen droht dem Mitgliedsbetrieb die „polizeiliche Entziehung der Ausbildungsbefugnis“. Mai 1921, Anschluss der Innung an den Westfälisch-Lippischen Handwerkerbund. Juni 1921 Ausdehnung des Innungsbezirkes auf den gesamten Kreis Altena und Umbenennung der Innung in: „ Elektro-Innung Lüdenscheid-Altena, Innung für das Elektrotechniker- und Elektro-Installateurhandwerk“. Der Bezirk umfasst nun die Stadt Lüdenscheid und den gesamten Landkreis Altena. Innungssitz bleibt Lüdenscheid.

1922
Aufgrund der Inflation setzen die Mitglieder ihre Stundenverrechnungspreise nur noch für jeweils zwei Monate fest. Errichtung eines Kalkulationsausschusses, der die Inflationszuschläge für die Materialpreise bekannt gibt (Preisabsprachen).

1923
Ab August 1923 werden Preise, Löhne und Beiträge der Mitglieder wöchentlich neu festgelegt und per Rundschreiben mitgeteilt. Die Innungsmitglieder wählen Carl Schürfeld zum neuen Obermeister.

1924
Januar 1924: Ende der Inflation. Der Innungsbeitrag sinkt von 20.000 Reichsmark auf eine Mark. Hoffnung auf eine allmähliche Stabilisierung der Wirtschaft.

1925-1931
25. April 1925: Wegen der langen Anreise aus dem Raum Plettenberg (eine Tagesreise) treten die Mitglieder aus dem Lennetal aus der Innung Lüdenscheid aus und gründen eine eigene Innung.

1926
Die Mitglieder wählen Eugen Fernholz zu Ihrem neuen Obermeister. Für die Elektroinnung Lüdenscheid ist die Erarbeitung von Kalkulationsrichtlinien und Beschlussfassung bezüglich der Lehrlingsvergütungen und der Gesellenlöhne von existenzieller Bedeutung.
Für Gesellen beträgt der Lohn 0,65 bis 0,80 Reichsmark pro Stunde, kein Zuschlag für Überstunden. Der Antrag der Gesellen auf Urlaub wird abgelehnt. Erst im Dezember des Jahres 1928 ergeht der Beschluss, den Gesellen einige freie Tage im Jahr zu gewähren: nach zweijähriger Firmzugehörigkeit einen Tag, nach drei Jahren 2, im vierten und fünften Zugehörigkeitsjahr 3 Tage und nach sechs Jahren 6 Jahresurlaubstage.
Die Arbeitszeit für Elektriker der Mitgliedsbetriebe wird auf 60 Stunden pro Woche zuzüglich 10 Stunden Arbeitszeitbereitschaft festgelegt. Im Jahre 1927 fassen die Mitglieder den Beschluss, Bußgelder bei Nichtteilnahme an Innungsversammlungen (20 RM) festzusetzen. Auch für Verspätungen werden Strafgelder angesetzt. Bei Zahlungsverweigerung muss das Innungsmitglied mit der Vorladung zur Eidesstattlichen Versicherung (früher Offenbarungseid) rechnen.

1932
Die seit 1924 erhoffte Stabilisierung der Wirtschaft ist nicht eingetreten.
Von der Weltwirtschaftskrise wird auch das Handwerk erfasst. Am 28. November 1932, im Saal der Gaststätte „ Erholung“, wird die Finanzpolitik des Staates angeprangert. 7 Millionen Arbeitslose im Deutschen Reich.

1933
Oktober 1933 Die Elektroinnung und die Handwerkskammer werden der Jurisdiktion des Reiches unterstellt. Gewählte Vorstandmitglieder gibt es nicht mehr, der Obermeister ernennt seinen Beirat und ist gemäß Erlass befugt, Zuwiderhandlungen durch Verwarnungen, Verweise oder Geldstrafen bis zu 200 RM zu ahnden. Die Innungen werden in Organe der Staatsführung verwandelt.

1934 -1939
15. September 1934: Die Elektro-Innung für das Lennetal fusioniert mit der Elektroinnung Lüdenscheid. Zum neuen Obermeister wird Heinrich Kleinsorge gewählt.

1939 - 1945
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 sind die Aktivitäten der Elektroinnung kaum noch protokolliert. Die Mitgliederzahl ist auf ein Drittel gesunken, da Gesellen und Meister zum Wehrdienst eingezogen wurden. Die noch verbleibenden Mitglieder werden nahezu ausschließlich für Reparaturdienste in den Produktionsstätten der Rüstung tätig.

1946 - 1953
Erst am 20. August 1946 (ein Jahr nach Kriegsende) nimmt die Elektroinnung Lüdenscheid die Tätigkeiten wieder auf und wählt Rudolf Krause zum Obermeister. Viel Arbeit, kaum Material und die Gefahr, dass sich die Innungsmitglieder gegenseitig unterbieten könnten, sind die Themen und Betätigungsfelder der Innung. Kalkulationsschulungen werden durchgeführt.

1954 - 1955
Die Innungsmitglieder beschließen eine neue Innungssatzung. Hiernach besteht die Innung aus dem Obermeister, einem Lehrlingswart und sieben weiteren Vorstandsmitgliedern. Ausschüsse für Lehrlingsstreitigkeiten, Gesellenprüfungen und das Berufsbild des Rundfunk- und Fernsehmechanikers werden neu geschaffen.

1956 
Obermeister Krause eröffnet den Mitgliedern eine zufriedenstellende Bilanz und gebraucht hier erstmalig das Wort „Wirtschaftswunder“. Man sehe sich „auf dem aufsteigenden Ast“. Die Beschäftigungslage bezeichnet er als „außerordentlich gut“.

1957 - 1958
Die 45-Stunden-Woche bei einer 6-Tage-Woche wird eingeführt.
Dieser Beschluss stößt auf die Gegenwehr der Gewerkschaften, die sich die 5-Tage-Woche auf die Fahnen geschrieben hatten.

1959
Die Preisbindung für die meisten Marken-Elektroartikel wie Fernsehgeräte, Kühlschränke, Heiz- und Kochgeräte wird eingeführt. Über 800 Anträge werden an das Bundeskartellamt versandt.

1960 - 1963
Juni 1960 Die Beschäftigungslage ist sehr gut.
November 1960 Ein großer Teil der VDE Bestimmungen wird geändert. Zusätzliche Betätigungsfelder eröffneten sich hierdurch für die Innungsbetriebe, zumal nach den AVB (Allgemeine Versorgungsbedingungen) dem Eigentümer (Pächter, Mieter) die Haftung für die Erhaltung eines ordnungsgemäßen Zustandes der betriebenen elektrotechnischen Anlage auferlegt wird.

1964
27. November 1964 Einstimmiger Beschluss zum Anschluss der Mechaniker-Innung Altena - Lüdenscheid als Fachgruppe an die Elektroinnung Altena - Lüdenscheid. Am 4. November 1964 genehmigt die Handwerkskammer Arnsberg die dazugehörige Satzungsänderung.

1965
Trotz guter konjunktureller Lage appelliert der damalige Obermeister Krause an alle Innungsmitglieder, auch kleinere Reparaturarbeiten durchzuführen, da der derzeitige Bauboom nicht lange anhalten könne.

1966 - 1967
Der Obermeister sollte Recht behalten. Dem wirtschaftlichen Hoch folgte ein Tief mit einer über 2 Jahre anhaltenden Talfahrt der Wirtschaft.

1968
Nach fast 23 erfolgreichen Amtsjahren stellt Obermeister Krause sein Amt zur Verfügung. Die Mitglieder wählen Franz Bone am 27 August 1968 zum neuen Obermeister der Innung und ernennen Rudolf Krause zum Ehrenobermeister. Zum Ehrenmitglied ernennen die Innungsmitglieder Herrn Karl Winkel, den bisherigen stellvertretenden Obermeister, und wählen zu dessen Nachfolger Herrn Sauselin.

1969 - 1971
Die Innungsmitglieder beschließen die Umbenennung der Innung in „Elektroinnung Lüdenscheid“.

1972 - 1976
25. April 1972 Der Vorschlag des Obermeisters, für 1 bis 2 Jahre aus dem Innungsverband auszutreten, um dadurch Abgaben an den Fachverband zu sparen und somit einer Innungsbeitragserhöhung entbehrlich zu machen, wird abgelehnt. Die Fachgruppe der „Radio- und Fernsehtechniker“ stellt den Antrag auf Innungsaustritt und Gründung einer eigenständigen Innung. Die nachfolgende Abstimmung führt zur Trennung der Radio- und Fernsehtechniker von der Elektro-Innung Lüdenscheid.
21. November 1972 Die Amtszeit für den Obermeister und 8 weitere Vorstandsmitglieder wird auf 5 Jahre erweitert.

1977 - 1979
03. November 1977 Beschlussfassung über die „tätige Mithilfe“ der Innungsmitglieder bei den Vorbereitungsmaßnahmen für einen Umzug in das neue Dienstgebäude der Kreishandwerkerschaft zur Sauerfelder Str. 10. 1980 -1987 September 1980 Die Elektroinnung Lüdenscheid feiert ihr 60jähriges Bestehen.

1988 – 1995
19. April 1988 Nach 20jähriger Amtszeit stellt Franz Bone sein Amt zur Verfügung. Er wird einstimmig zum Ehrenobermeister ernannt und erhält die goldene Ehrennadel im Auftrag der Handwerkskammer zu Arnsberg. Mit knapper Mehrheit wird der neue Obermeister Horst Granzow gewählt.
In der Innungsversammlung vom 10. November 1992 kommt es zur einstimmigen Wiederwahl des Obermeisters, dem es gelungen ist, die Innungsmitglieder für die Innungsarbeit zu interessieren und bis dahin nie gekannte Beteiligungszahlen der Mitglieder an Veranstaltungen, wie Innungsversammlungen, Innungsfahrten usw. zu erlangen.
Das Jahr 1995 ist besonders ereignisreich. In Lüdenscheid findet am 26.04.1995 die Landesobermeistertagung statt. 27.04.1995: der 125. Geschäftsführertag des Landesfachverbandes in Lüdenscheid. 06.05.1995: Festveranstaltung: Die Elektroinnung- Lüdenscheid feiert ihr 75. Jubiläum. Mitglieder der Elektroinnung nehmen Aufgaben im Vorstand des Bezirksinstallateurausschuss und im Arbeitskreis Strom war.

1996
Der Innungsvorstand erarbeitet für seine Mitglieder kostengünstige Lösungen für die Aufgaben der Betriebe aufgrund der Umsetzung der EG-Richtlinien, wonach seit dem 1. April 1996 jeder Betrieb sicherheitstechnische Betreuung (Fachkräfte für Arbeitssicherheit) vorhalten muss (VBG 122).
Das sogenannte „Unternehmermodell“ ist organisiert.

1997
Die Elektroinnung wählt ihren Vorstand, wobei es zur einstimmigen Wiederwahl des Obermeisters und seines Stellvertreters kommt.

1998
Gegen starke Bedenken der Berufsschulleitung und vereinzelter Vorstandsmitglieder setzt sich Obermeister Horst Granzow erfolgreich für die Einführung des Blockunterrichtes der Auszubildenden ein.
Mit Herrn Dipl. Ing. Karl Hagedorn, Vorsitzender des Fachverbandes NRW und Präsident des ZVEH kann ein hochrangiger Referent für die Innungsversammlung am 3. Nov. 1998 nach Lüdenscheid geholt werden.
Im Rahmen dieser Versammlung wird erstmalig die goldene Ehrennadel der Elektroinnung Lüdenscheid an ein Gastmitglied verliehen, nämlich an Herrn Goecke, Vorstandsvorsitzender der Firma Busch-Jaeger GmbH, Lüdenscheid.

1999
Die Elektroinnung Lüdenscheid schließt einen Stromrahmenvertrag für ihre Mitglieder mit den Stadtwerken Lüdenscheid und der Elektromark Hagen – mit günstigen Konditionen – ab. Auf Einladung der Elektroinnung Lüdenscheid wird Obermeister Horst Granzow mit der erstmalig verliehenen silbernen Ehrennadel der Kreishandwerkerschaft und der silbernen Ehrennadel des Verbandes Elektrotechnischer Handwerke NRW im Restaurant „Herscheider Mühle“ ausgezeichnet.

2000
Die Elektroinnung Lüdenscheid wird 80 Jahre alt.

2001 - 2002
Die TAB 2000 wird allen Mitgliedsbetrieben durch hochrangige Fachreferenten anlässlich der Innungsversammlungen verständlich vermittelt. Der E-Check wird als „Aktionsfahrplan“ vorgestellt.

2003
Zum 2. Mal in der Geschichte der Elektroinnung Lüdenscheid tagen mit großer Anzahl die Obermeister der Elektroinnungen des Landes-Fachverbandes NRW im Mercure - Hotel in Lüdenscheid. Es werden wirtschaftspolitische Themen diskutiert und ein neuer ehrenamtlicher Vorstand gewählt.

Mit Obermeister Horst Granzow und dessen Stellvertreter Jürgen Wiele, die frühzeitig mitteilen, für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung zu stehen, werden die Repräsentanten der wohl bisher erfolgreichsten Innungsarbeit der Elektroinnung Lüdenscheid am 10. November 2003 verabschiedet.
Sie übergeben einen mehr als soliden Haushalt, die mitgliederstärkste Innung der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis mit einem Organisationsgrad von über 90 Prozent. Überdurchschnittlich gut besucht sind auch die Innungsveranstaltungen. Innungsversammlungen mit 80 und mehr Mitgliedern (von zur Zeit 22 Gast- und Ehrenmitgliedern und 101 aktiven Mitgliedern), stellen landesweit Rekorde auf.
Attraktive Innungsfahrten über bis zu 3 Tage müssen häufig – wegen der großen Nachfrage – kontingentiert werden. Die meisten Innungen im Lande dürften diese Fakten wohl als „traumhaft“ bezeichnen. Es sind die Verdienste des bisherigen Vorstandes mit Obermeister Horst Granzow und seinem Stellvertreter Jürgen Wiele an der Spitze. Beide werden mit der goldenen Ehrenmünze der Kreishandwerkerschaft, der Ehrennadel der Elektroinnung mit Brillanten besetzt, ausgezeichnet.
Darüber hinaus wird Horst Granzow die goldene Ehrennadel des Fachverbandes Elektrotechnischer Handwerke aus der Hand dessen Präsidenten im Kunden-Schulungszentrum des Gastmitgliedes der Busch-Jaeger Elektro GmbH verliehen.

Ein neuer Vorstand ist gewählt
Mit dem neuen Obermeister Clemens Nestmann, langjähriges Vorstandsmitglied, Öffentlichkeitsbeauftragter und Ausschussmitglied des Fachverband NRW, dem stellvertretenden Obermeister Dieter Reingen und Harald Busch als Lehrlingswart, Paul-Jürgen Lubas als Prüfungsausschussvorsitzenden, Helmut Quenzel als Prüfungsausschussmitglied, Hartmut Lemmer als Umwelt- und Öffentlichkeitsbeauftragter und dem Beisitzer Ewald Jungkurth, stehen dem Vorstand erfahrene Mitglieder zur Verfügung. Für die, in den Vorstand gewählte Petra Baumgart als Wirtschaftsbeauftragte, Frank Grießdorf und Stefan Granzow als Beisitzer, bedeutet die Berufung in diesen Vorstand eine neue Herausforderung.
Als erste Amtshandlung des neuen Vorstandes ist der ausscheidende Obermeister Horst Granzow zum Ehrenobermeister gewählt.

2004
Mit der gut besuchten 1. Innungsversammlung, auf der Oberstudienrat Günter Flusche mit der silbernen Ehrennadel der Elektroinnung Lüdenscheid ausgezeichnet wird, setzt der neue Obermeister Clemens Nestmann die erfolgreiche Innungsarbeit seines Vorgängers, mit der Organisation der Innungsfahrt im Herbst, zur Firma Dehn und Söhne, Neumarkt bei Nürnberg, vom 23.-26.09.04 fort.
Die Gesellenfreisprechungsfeier bei der Firma Rutenbeck in Schalksmühle, der Gewinnung weiterer Mitglieder, sowie der Erstellung einer neuen Homepage, sind Aufgaben, denen sich der Obermeister stellen will.
Beispielhaft sei erwähnt, die Ausrichtung der E-Check Aktion, unter Mithilfe der Unternehmen Busch Jäger, GIRA, Jung und Phoenix Contact, in den Räumen der Sparkasse Lüdenscheid vom 13.10.04 bis 15.10.04.
Zum 125jährigen Jubiläum der Firma Busch Jäger übergibt Obermeister Nestmann das Bild des Bildungszentrums der Firma Busch Jäger in Lüdenscheid (am 22.12.2004), von der bekannten Künstlerin, Renate Scholz, im Auftrag der Innung.

Bewegung auf dem Ausbildungssektor.
Im Zuge der Neuordnung der Ausbildungsberufe (1. August 2003) wurden aus den früheren Elektroinstallateur/-in jetzt „Energie und Gebäudetechniker/-in“.

Die früheren Fernmeldeanlagenelektroniker/-in, nennen sich jetzt „ Informations- und Telekommunikationstechniker/-in“.

Aus dem Elektromechaniker/-in ist der „Systemelektroniker/-in“ geworden.

„Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik“ nennen sich zukünftig die erfolgreichen Absolventen, deren bisherige Berufsbezeichnung „Elektromaschinenbauer/-in“ war.

Die Ausbildungsbetriebe haben nach den neu gestalteten Rahmenlehrplänen auszubilden. Die Anforderungen an die Ausbilder und Ausbildungsstätten (Betriebe, überbetriebliche Schulungsstätten und Schulen) sind erheblich gestiegen.

2005
Die Innung ist 85 Jahre alt.
Die Innung feiert dieses Ereignis in der Tanzschule „S“ am 11.06.05 in Lüdenscheid.
Ausweislich des Innungsprotokolles vom 20. September 2005, ist der langjährige Geschäftsführer, Ass. Martin Herzer, durch den neuen Hauptgeschäftsführer Dirk H. Jedan abgelöst.
Die Innungsmitglieder führen die 1. Motorradtour der Innung am 27.08.05 durch das Hochsauerland durch. Eine Veranstaltung, die sich in der Folgezeit wiederholen sollte.
Eine groß angelegte E-Check-Busaktion in allen Städten des Innungsbereiches, vom 28.09. – 28.10.05, stößt auf viel Beachtung in den Printmedien und im Rundfunk (Radio-MK).
Beim E-Check handelt es sich um eine Überprüfung der elektrischen Anlagen und Geräte durch qualifizierte Elektrohandwerksbetriebe. Der Besucherandrang stellte die Vorstandsmitglieder der Elektroinnung zufrieden. Er wird als Lohn für Arbeit jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes angesehen. Der überwiegende Anteil der Besucher nutzt die Gelegenheit, zusätzlich zur E-Check-Aktion auch Beratungen zum Thema Energiesparen einzuholen, in Anbetracht der stetig steigenden Energiekosten.
Anlässlich der Herbstinnungsversammlung in den Räumlichkeiten der Firma Busch Jäger, am 22.11.05, feiern die Innungsmitglieder den 60. Geburtstag ihres Obermeisters.

2006
Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft wählt OM Nestmann ist in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft des Märkischen-Kreises.
Eine neue Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) 01.11.2006 (Ausfertigungsdatum) ist verabschiedet. Sie regelt die allgemeinen Bedingungen zu denen die Netzbetreiber jedermann an Ihr Niederspannungsnetz anzuschließen und den Anschluss von Entnahme von Elektrizität zur Verfügung zustellen haben. Eine wichtige Verordnung, die herangezogen wird, wenn es um Fragen der Konzessionsvergabe oder gar um „Schwarzarbeit“ geht. Sie stellt eine Aufwertung der Meisterprüfung dar, weil die Eintragungsvoraussetzungen (in das Installateurverzeichnis der EVU`s) strengeren Maßstäben unterworfen sind.

2007-2008
Der Einladung der Fa. Hensel nach Lennestadt zur Gesellenfreisprechungsfeier am 06.02.07, nimmt die Innung gerne an, zumal der Gastgeber über die Räumlichkeiten verfügt, die dem Ereignis einen würdigen Rahmen verleihen.
Der Obermeister kann sich auf seine Vorstandsmitglieder verlassen.
In Kirchhundem, auf Einladung der Fa. Mennekes, zur Innungsversammlung, sei beispielshalber erwähnt, dass die am 23.04.07 stattgefundene Innungsversammlung ohne den stellvertretenden Obermeister, Dieter Reingen, der spontan den Part des stimmlich verhinderten Obermeisters einnahm, so nicht hätte stattfinden können. Die Innung hat einen schmerzlichen Verlust zu beklagen.
Der langjährige, stellvertretende Obermeister, Jürgen Wiele ist am 01.06.07 verstorben.
Neue Muster TAB 2007 (Juli 2007), deren Umsetzung den jeweiligen Energieversorgern überlassen ist, ist den Innungsmitgliedern zur Verfügung gestellt.

Das neue Erkennungszeichen des Berufsstandes ( e-Marke), wird seit dem 15.02.07 beim Deutschen Patent- und Markenamt unter der Nummer 306 76 367 geschützt.
Inhaber der e-Marke ist der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).
Die e-Marke hat den Zweck, die hohe Qualität elektro- und informationstechnischer Handwerksleistungen in der Öffentlichkeit zu verdeutlichen und dient der Unterscheidung gegenüber allen anderen Anbietern von elektro- und informationstechnischen Dienstleistungen.
Die e-Marke wird als Dachmarke genutzt, um einen einheitlichen Auftritt besonders qualifizierter elektro- und informationstechnischer Handwerksunternehmen sowie der gesamten elektro- und informationstechnischen Handwerksorganisation mit dieser Marke sicherzustellen.
Das Innungsmitglied, welches bestimmte Qualifikationskriterien nachweist, kann einen Antrag –zur Erlangung der E-Marke – stellen. Das „e-Markenkonzept“ baut vorwiegend auf Aus- und Weiterbildung auf, damit die meisterliche Qualifikation des e-Marken-Bertriebes gesichert bleibt und sich dieser von seinen Konkurrenten deutlich abheben kann.
Die E-Marke betont das qualitativ anspruchvolle Niveau im Elektrohandwerk und fordert dahingehend von den E-Markenbetrieben den Nachweis von Weiterbildungsmaßnahmen, die Ende 2012 zur Verlängerung des E-Markenvertrags zu erbringen sind.
Für die Teilnahme an einer ½-Tagesveranstaltung werden 4 Punkte, an einer Tagesveranstaltung 8 Punkte vergeben. Über die gesamte Laufzeit des E-Markenvertrags von fünf Jahren sind 40 Weiterbildungspunkte (= 1 Tagesveranstaltung/Jahr) nachzuweisen; bei einer geringeren Laufzeit verringert sich die Anzahl der nachzuweisenden Weiterbildungspunkte proportional. Registrierte E-Markenbetriebe aus NRW können diesen Nachweis ganz einfach erbringen, indem sie die Zertifikate der anerkannten Weiterbildungsmaßnahmen (Seminare, Fachtagungen etc.) beim Fachverband einreichen.
Im Einzelfall kann die E-Akademie-Anerkennung auch nachträglich erfolgen. E-Markenbetriebe aus NRW reichen hierzu Inhaltsverzeichnis und Lehrgangsbeschreibung ebenfalls beim Fachverband ein, der alles Weitere veranlasst. So ist sichergestellt, dass die e-Marke die Kernwerte:
Aktuelles technisches Know-how, Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit, Service-Orientierung, Beratungskompetenz und hohe Leistungsqualität verkörpert.
Die e-Marken-Betriebe verpflichten sich für folgende Markenwerte ein zu stehen:
Qualifikation, Vertrauen, Innovativität, Flexibilität, Freundlichkeit, Lösungskompetenz, Schnelligkeit, Angebotsbreite, Optimale Preis-/Leistungsverhältnis.
Mit Schreiben vom 29.01.2008 tritt die Elektroinnung dem „Markenvertrag e-Marke“ bei.
Hierbei unterstreicht der Obermeister deutlich, dass sich die Innung –nach wie vor- auch für die Belange der Betriebe einsetzt, die sich diesem Konzept nicht anschließen und weiterhin das eh-Zeichen führen.

Die diesjährige Gesellenfreisprechungsfeier am 12.02.08 findet bei Firma GIRA in Radevormwald statt. Zur Innungsversammlung lädt am 30.10.08 die Firma Jung, nach Schalksmühle ein.

Vorstandswahlen stehen an.
Auf Antrag des Wahlleiters beschließen die Innungsteilnehmer einstimmig, auf geheime Wahl zu verzichten. Ohne Gegenkandidaten werden der Obermeister Clemens Nestmann und dessen Stellvertreter Dieter Reingen gewählt.
Die weiteren 7 Vorstandsmitglieder werden durch Akklamation gewählt.
Ewald Jungkurth tritt aus Altersgründen ab, nicht ohne eine würdige Nachfolgerin zu benennen. Mit seiner Tochter Sabine Jungkurth als Kandidatin für den Vorstand, sind alle Vorstandsmitglieder einverstanden. Sie wird gewählt und nimmt die Wahl an.
Während Paul-Jürgen Lubas und Helmut Quenzel in ihren Ämtern bestätigt wurden, ist Stefan Granzow zum Umweltbeauftragten, Frank Grießdorf zum Wirtschaftsbeauftragten, Hartmut Lemmer zum Öffentlichkeitsbeauftragten und Petra Baumgart zum Mitglied des Gesellenprüfungsausschuss gewählt worden. Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig.

2009
Im Protokoll, anlässlich der Innungsversammlung vom 12. Mai 2009, bei der Firma Günther Spelsberg GmbH + Co. KG in Schalksmühle, ist erstmalig der Begriff „Weltwirtschaftskrise“ verzeichnet.
Gemeint ist die Auswirkung der bereits im Jahre 2007 stattgefundenen US-Immobilienkrise, die sich zu einer Banken-Finanzkrise, nicht nur in den USA, UK und Deutschland, sondern weltweit auswirkt.
Konjunktur- und Rettungspakete wurden geschnürt. Kurzarbeit, statt Arbeitslosigkeit, so ein Slogan der Bundesregierung. Die Antragstellung für Kurzarbeit ist vereinfacht.

Die Kurzarbeitsdauer ist verlängert.
Für viele Innungsbetriebe sind diese Vorstellungen illusorisch. Ohne Aufträge ist auch die Kurzarbeit zu teuer. Einige Innungsmitglieder nutzen den Auftragsmangel zur Fortbildung ihrer Mitarbeiter, um dann gestärkt aus der Krise hervorgehen zu können.
Besonders von der Krise betroffen sind die Innungsmitglieder, die vorwiegend für die Industrie arbeiten. Die zurzeit sichtbare Besserung der Wirtschaftslage kommt für zahlreiche Innungsmitglieder gerade noch rechtzeitig, um schlimmeres zu verhindern.

Die Innungsmitglieder nehmen die Einladung der Firma Mennekes, zu einer Motorradtour durch das Sauerland vom 11. bis 12.09.09 an.
Der langjährige Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK, Dr. Günter Steinweg, ist am 21.09.09, im Alter von 90 Jahren verstorben.

2010
Die Folgen der Weltwirtschaftskrise sind noch nicht vollständig überstanden, allerdings ist zu Beginn dieses Jahres eine deutliche Belebung der Konjunktur feststellbar.
Die diesjährige Gesellenfreisprechungsfeier findet am 23.02.10 bei der Fa. INSTA Elektro GmbH in Lüdenscheid statt, in einer Räumlichkeit, die sich durch ihre moderne und innovative Elektronikfertigung präsentiert und deshalb einer Freisprechungsfeier den würdigen Rahmen verleiht.

Erstmals findet wegen Problemen in der Ausbildung des Fachkräftenachwuchses am 15.04.10 eine Informations- und Diskussionsveranstaltung statt. Als Ergebnis wird eine Zielvereinbarung verfasst, um zukünftig mit dem Berichtsheft eine detaillierte Kontrollfunktion zu haben.
Dem Mangel der Auszubildenden, eigenverantwortlich zu lernen und sich selbst zu organisieren, soll dadurch begegnet werden, eine korrekte Führung der Berichtshefte zu verlangen.

Die erfolgreiche Arbeit der Innung ist auch unter anderem von den Leistungen der Energieversorger, des Bundes- und Landesverbandes, der Schule und nicht zuletzt der Handwerkskammer und allen befreundeten Betrieben abhängig.
Auch darum feiert die Elektroinnung- Lüdenscheid am 25.09.2010 ihr 90jähriges Bestehen.
Gemeinsam mit allen Freunden unserer Elektroinnung wollen wir diesen Geburtstag in würdiger Atmosphäre in der „Alten Drahtzieherei“ in Wipperfürth feiern.
Einladung

Sie möchten Mitglied werden? Schreiben Sie uns: luedenscheid(at)kh-mk.de oder rufen Sie uns an: 02351/9090-0